Monthly Archives: Oktober 2010
„Ich wünschte, ich wäre nie aufgewacht?“
Es war eigentlich ein Morgen, wie jeder andere auch…
Allerdings wachte ich alleine auf. Das Bett neben mir war leer!
Ich streckte mich und versuchte erst einmal wach zu werden und blickte aus dem Fenster. Es muss noch früh am Morgen sein! Nach langer Zeit war es mal wieder sehr neblig draußen! Ich stand auf und schaute mir es genauer an… Die Häuser gegenüber waren so gut wie gar nicht mehr zu erkennen. Ich schaute hinunter. Selbst der Boden war aus dem vierten Stock nicht mehr zu sehen!
Ich drehte mich nochmals um und sah das leere Bett.
„Wo ist er?“
Ich ging in die Küche. Die Kaffeemaschine war noch kalt. Wie an jedem Morgen schalte ich sie auch dieses Mal wieder an… Erst einen Espresso und dann einen Capuccino mit Karamel.
Ich ließ die Maschine laufen und ging ins Wohnzimmer. Keine hier. Langsam machte ich mir Sorgen. Eigentlich ist er nicht der Typ, der einfach abhaut und nichts sagt!
Um ein bisschen wacher zu werden, ging ich in die Küche, kippte den Espresso hinunter und ließ nun den Cappuccino laufen. Ich wartete und schaute aus dem Küchenfenster.
„What the f***!“
Der Nebel war immer noch dicht und wollte wohl auch nicht so schnell verschwinden. Ich war in Gedanken. Der Cappuccino war fertig, doch ich reagierte nicht sofort. Ich starrte immer noch in den Nebel. Erschrocken fuhr ich vom Fenster zurück!
„Was war das?“
Eine dunkle Gestalt lief untern über den Hof. Der Boden war kaum zu erkennen. Der Nebel schluckte alles, aber diese Gestalt konnte ich sehen. Ich schnappte mir meinen Cappuccino und ging wieder langsam zum Fenster zurück. Nichts.
Ich versuchte mir einzureden, dass ich mir das in Gedanken nur eingebildet habe.
Um frische Luft zu schnappen, ging ich auf den Balkon. Die kalte Luft tat gut. Auch auf der anderen Seite war alles vernebelt. Die Sicht war schlecht. Ansonsten kann man über ganz Hannover gucken, aber heute keine 50 Meter weit!
Draußen war alles ruhig. Ich hatte immer noch Angst. Ich konnte mir nicht erklären, warum er gegangen sein soll. Anrufen wollte ich nicht. Ich blickte hinunter und sah ein Auto. Der Motor lief, aber keine Person war zu erkennen. Merkwürdigerweise, konnte man hier mehr vom Boden erkennen als von der anderen Seite. Ich sah die Straßenbahn, aber sie rührte sich nicht. Ich merkte einen Schauer über meinen Rücken laufen!
„Was geht hier vor?“
Ich drehte mich um und schloss die Balkontür hinter mir. Es war wie in einem schlechten Traum. Warum zieh ich mir auch jeden Horrorfilm rein? Scheiß Zombiefilme, dachte ich nur und setzte mich aufs Sofa. Ich stellte die Tasse mit dem schon fast kalten Cappuccino, auf den Tisch!
„Ich wünschte, ich wäre nie aufgewacht…“





