Category Archives: Story

19
Okt

„Ich wünschte, ich wäre nie aufgewacht?“

Es war eigentlich ein Morgen, wie jeder andere auch…

Allerdings wachte ich alleine auf. Das Bett neben mir war leer!

Ich streckte mich und versuchte erst einmal wach zu werden und blickte aus dem Fenster. Es muss noch früh am Morgen sein! Nach langer Zeit war es mal wieder sehr neblig draußen! Ich stand auf und schaute mir es genauer an… Die Häuser gegenüber waren so gut wie gar nicht mehr zu erkennen. Ich schaute hinunter. Selbst der Boden war aus dem vierten Stock nicht mehr zu sehen!

Ich drehte mich nochmals um und sah das leere Bett.

„Wo ist er?“

Ich ging in die Küche. Die Kaffeemaschine war noch kalt. Wie an jedem Morgen schalte ich sie auch dieses Mal wieder an… Erst einen Espresso und dann einen Capuccino mit Karamel.

Ich ließ die Maschine laufen und ging ins Wohnzimmer. Keine hier. Langsam machte ich mir Sorgen. Eigentlich ist er nicht der Typ, der einfach abhaut und nichts sagt!

Um ein bisschen wacher zu werden, ging ich in die Küche, kippte den Espresso hinunter und ließ nun den Cappuccino laufen. Ich wartete und schaute aus dem Küchenfenster.

„What the f***!“

Der Nebel war immer noch dicht und wollte wohl auch nicht so schnell verschwinden. Ich war in Gedanken. Der Cappuccino war fertig, doch ich reagierte nicht sofort. Ich starrte immer noch in den Nebel. Erschrocken fuhr ich vom Fenster zurück!

„Was war das?“

Eine dunkle Gestalt lief untern über den Hof. Der Boden war kaum zu erkennen. Der Nebel schluckte alles, aber diese Gestalt konnte ich sehen. Ich schnappte mir meinen Cappuccino und ging wieder langsam zum Fenster zurück. Nichts.

Ich versuchte mir einzureden, dass ich mir das in Gedanken nur eingebildet habe.

Um frische Luft zu schnappen, ging ich auf den Balkon. Die kalte Luft tat gut.  Auch auf der anderen Seite war alles vernebelt. Die Sicht war schlecht. Ansonsten kann man über ganz Hannover gucken, aber heute keine 50 Meter weit!

Draußen war alles ruhig. Ich hatte immer noch Angst. Ich konnte mir nicht erklären, warum er gegangen sein soll. Anrufen wollte ich nicht. Ich blickte hinunter und sah ein Auto. Der Motor lief, aber keine Person war zu erkennen. Merkwürdigerweise, konnte man hier mehr vom Boden erkennen als von der anderen Seite. Ich sah die Straßenbahn, aber sie rührte sich nicht. Ich merkte einen Schauer über meinen Rücken laufen!

„Was geht hier vor?“

Ich drehte mich um und schloss die Balkontür hinter mir. Es war wie in einem schlechten  Traum. Warum zieh ich mir auch jeden Horrorfilm rein? Scheiß Zombiefilme, dachte ich nur und setzte mich aufs Sofa. Ich stellte die Tasse mit dem schon fast kalten Cappuccino, auf den Tisch!

„Ich wünschte, ich wäre nie aufgewacht…“

29
Jul

…und nun bin ich das Böse selbst!

Geht heute die Welt unter oder warum versteckt sich die Sonne?
Ich mache mir Sorgen, ich habe Angst. Unwohlsein überdeckt meinen Körper.
Mit anzusehen wie andere Menschen leiden ist abartig, einfach wiederlich,
mir sind die Hände gebunden und vor meinen Augen liegen nur noch schwarze Schatten.
Die Welt verdunkelt sich um mich herum und ich bemerke, dass alles Liebe und Wärme verschwunden ist. Ich bin wie erstarrt, eingefroren, mir ist kalt! Ich bemerke einen Funken Licht am Ende des Tunnels, aber irgendetwas ist da noch! Ich kann es nicht beschreiben, ich spüre nur, wie etwas zärtlich meine Hand berührt. Eiskalt sind die Hände, eiskalt und dünn. Meine Ängste schwinden, ich fühle mich geborgen! Ich drehe mich um und erstarre erneut! Diese Gestalt, ein Mann, seine tief schwaren Augen fangen meinen Blick! Ich fühle mich als, wenn er meine Seele raubt. Ich blicke in seine und spürre wie mein Herz aufhört zu schlagen.

Der Mann lässt meine Hand los, stellt sich neben mich und berührt meine Schulter. Sein Blick hält meinen immer noch gefangen! Seine Gestalt ist kaum zu erkennen, seine schwarze Kleidung verliert sich in der Dunkelheuit. Nur das blasse Gesicht und die schwarzen Haare sind zu erkennen, die es leicht verdecken. Er zeigt mit seinem Finger in das Licht hinter mir, ich blicke mich um und als ich es sehe, fühle ich mich erleichtert. Der Mann nimmt meine rechte Hand und führt mich, auf einem roten Samtteppich, zum Licht hinüber. Es blendet. Mit sanfter Stimme, versucht der Mann mir die Angst zu nehmen und sagt, dass es bald vorbei sein wird.
Ich lasse alles Böse und das ganze Leiden der Menschen hinter mir, ich bin all dem entkommen, doch mich erwartet nun ein anderes Leben.
Ein Leben in Dunkelheit…und nun bin ich das Böse selbst!

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